Wie gut ist die British Airways Premium Economy Class im A380? Diese Frage werde ich auf meinem ersten Flug im Superjumbo überhaupt von London nach Los Angeles beantworten 🙂 . Das Ticket an die Westküste habe ich als Angebot von Oslo für 550€ gebucht. Nach einer erholsamen Nacht im Sheraton Heathrow Airport Hotel geht es am frühen Morgen wieder zurück zum Flughafen.

British Airways Premium Economy Class im A380 – Der Check-in

In der Abflugebene herrscht bereits reges Treiben. Warum auch immer, war es mir gestern nicht möglich meine Bordkarte über die App zu bekommen, also habe ich mich an einen Check-in Schalter gewand und auch schnell Hilfe bekommen. Als ich auf meine Bordkarte geschaut habe und das “SSSS” mich schon förmlich ansprang, war mir dann auch schließlich klar, warum ich nicht mobil einchecken konnte. “SSSS” steht für Secondary Security Screening Selection. Ausgewählte Passagiere werden vor dem Boarding einer separaten Kontrolle unterzogen, für mich heute Premiere. Doch bis es so weit ist, kehre ich fürs Erste auf ein kleines Frühstück in die BA Galleries First Lounge ein.

British Airways Premium Economy Class im A380 – Die Lounge

Der Scanner leuchtet grün auf, der Topbonus Platin wird also auch hier immer noch akzeptiert 🙂 . Die Lounge ist rappelvoll, auf dem Balkon hoffe ich auf einen freien Platz und werde fündig. Ich lege die Füße hoch und genieße mein kleines Frühstück vom Buffet. Das Beste an diesem Ort ist definitiv die Aussicht, auch wenn das Wetter heute grau in grau ist. Bevor ich mich auf dem Weg in Richtung Gate mache, ordere ich mir aus der Karte noch ein Egg Benedikt mit Lachs.

Meine erstes “SSSS” Screenings

Etwa ein halbe Stunde bevor das Boarding startet, fahre ich mit dem Shuttle in den Abflugbereich C. Da ich mir noch das Screening über mich ergehen lassen muss, plane ich dementsprechend etwas Puffer ein. Ich melde mich am Gate und kurze Zeit später werde ich abgeholt. Mir gehen alle möglichen Dinge durch den Kopf, was jetzt wohl passieren wird, am Ende ist es dann aber nur ein Sprengstofftest und eine Taschenkontrolle. Als diese vorbei ist, darf ich mit allen anderen dann in den Flieger einsteigen.

Boarding

Eingestiegen wird über drei Gates. Im Oberdeck des British Airways Airbus A380 befindet sich die Business Class, Premium Economy Class und eine kleine Economy Class Sektion im hintern Teil. Während sich im Unterdeck die First Class, Business Class und der Großteil der Economy Class befindet. Mein Platz für die kommenden 11 Stunden nach Los Angeles ist in der letzten Reihe der World Traveller Plus Kabine auf der rechten Seite.

Flugzeug: Airbus A380
Registrierung: G-XLEA
Sitzplatz: 67K
Flugnummer: BA283
Flugzeit: 10:26h

Ich hatte mein Gericht bereits vorab reserviert. Der Kapitän Dave Wallsworth Twitter: Captain Dave meldet sich zu Wort und wünscht einen angenehmen Flug. Kurz drauf beginnt auch der Pushback und die vier Triebwerke werden gestartet, etwas behäbig rollen wir zur Startbahn. Gleich steht mein erster Take-off im A380 bevor und als es so weit ist, bin ich von der Kraft und gleichzeitig von der angenehm ruhigen Geräuschkulisse beeindruckt.

British Airways Premium Economy Class im A380 – Kabine und Sitz

Während wir uns im Steigflug befinden und sich Prinzessin Lea (so der Kosename von BA für Ihren ersten A380 wegen der Registrierung G-XLEA) Ihren Weg in Richtung Irish Sea bahnt, möchte ich ein paar Worte zum Sitz und der Kabine erzählen.

Insgesamt finden 55 Personen in in einer 2-3-2 Konfiguration Platz. Die Kabine ist jeweils mit einer Wand zwischen Economy und Business Class abgetrennt.


Was sehr positiv bei den Fensterplätze auffällt, ist der zusätzliche Stauraum in den seitlichen Abglagefächern. Ich konnte hier mühelos meinen ganzen Krempel unterbringen. Der Sitz ist angenehm breit und gut gepolstert, die Sitzlehnenverstellung ist mechanisch und geht recht weit nach hinten. Das variabel verstellbare Kopfteil, sorgt für zusätzlichen Komfort. An dem Vordersitz befinden sich die Fußstützen.

Unter der Mittelarmlehne zwischen den Sitzen befindet sich der Tisch und am vorderen Ende der Armlehne gibt es die Möglichkeit seine Getränke abzustellen, wobei ich den Platz für zwei Gläser schon recht eng finde. Den Bildschirm kann man per Touch oder Fernbedienung ansteuern und in der Neigung verstellen. Leider kann man bei ungünstiger Lichteinstrahlung nur schwer etwas erkennen. Zu guter Letzt finden sich natürlich auch noch Steckdosen und USB Ports.

Inflight Entertainment

Der Bildschirm ist angenehm groß und lässt sich kippen. Viele Filme und Serien sind verfügbar, da ist sicherlich für jeden Geschmack etwas dabei. Das IFE lässt sich sowohl über den Bildschirm, als auch über die Fernbedienung ansteuern.

Der Service und die Annehmlichkeiten

Kurz nach dem das Boarding abgeschlossen ist, servieren die Flugbegleiter Welcome Drinks für die Premium Economy Class und händigen die Menükarten aus. Als Getränk stehen Wasser, Orangensaft und Sekt zur Verfügung, bei den Hauptspeisen Rind oder Hühnchen.

Auf den Plätzen liegt bereit ein Kissen, Decke, Kopfhörer und ein kleines Amenity Kit. Das Kit bringt die Wichtigsten Utensilien mit, die man für einen langen Flug braucht.

Als wir vorerst den Gipfel unserer Reiseflughöhe erreicht haben, verteilen die Flugbegleiter ein heißes Tuch. Der Getränkeservice startet ebenfalls sehr zügig. Für mich gibt es wie so oft einen Gin Tonic. Zu dem Fever Tree Tonic gesellt sich eine kleine Flasche Gordons Gin. Auf die nette Frage hin, ob ich denn zum Mittagessen nicht auch ein Rotwein möchte, sage ich sehr gerne ja 🙂 .

Bevor schließlich das Essen serviert wird, zappe ich ein wenig durch das Entertainment Programm und lege mir schon ein paar Filme bereit. Für mich gibt es Rinderbraten mit gedünsteten Gemüse und Kartoffelbrei, einen Quinoa Salat und ein kleines Schokomousse als Dessert. Die Präsentation auf Porzellan ist ansprechend und vom Geschmack ziemlich gut. Nach dem Essen wird eine Runde Kaffee oder Tee ausgeschenkt und dann kehrt auch erst mal Ruhe in der Kabine ein.

Die Fenster werden geschlossen und die meisten Passagiere schlafen. Ich schau mir noch ein Film an und als wir Grönland erreichen, mache auch ich für eins, zwei Stunden die Augen zu. Etwas ausgeruht statte ich der Galley einen Besuch ab und frage nach ein paar Snacks und einen Gin Tonic. Ich kann mich erinnern, dass es auf meinem letzten Flug nach New York eine Snack Bar zwischen Club World und World Traveller Plus gab, diese wird aber im A380 nicht angeboten. Dafür haben die Flugbegleiter keine zehn Minuten später eine kleine Movie Box ausgeteilt. Darin enthalten allerlei Leckereien die man sich auch zu Hause für einen gemütlichen Filmabend wünschen würde.

Kurz drauf kam eine andere Flugbegleiterin vorbei und überreichte mir ein großes Glas Champagner mit Nüssen, mit besten Grüßen vom Kapitän. Er hat meinen Instagram Account gesehen und sich sehr über mein Logbuch gefreut. Zwischendurch verteilten die Flugbegleiter immer wieder Wasser oder Orangensaft. Als wir Utah erreichen serviert British Airways eine weitere Mahlzeit. Die Pizzatasche ist ganz lecker, nur die Anrichtung ist nicht mehr ganz so ansprechend wie beim Mittagessen.

British Airways Premium Economy Class im A380 – Ankunft in L.A.

Die letzten paar Kilometer vor Los Angeles ist die Aussicht grandios. Zion National Park, Las Vegas und der Hoover Dam sind aus elf Kilometer Höhe gut zu sehen. Als wir die Sin City hinter uns gelassen haben, beginnt schließlich auch der Sinkflug auf den Flughafen von Los Angeles. Vorbei an den Bergen von San Bernadino und Downtown  L.A., setzten wir sanft auf der Landebahn 24R auf. Der Weg zum Tom Bradley Terminal ist noch recht weit.

Am Gate schließlich angekommen brauch ich nicht mehr zur Einreise zu hetzten, denn mit meinem ersten Mal als Global Entry dauert der Weg nach draußen nur 15 kleine Minuten. Meine erste Station bringt mich zu IN’N’OUT Burger. Den Weg kann man auch zu Fuß laufen 🙂 .

Fazit

In den knapp zehn Stunden Flugzeit an die Westküste kann man sich ein gutes Bild von der British Airways Premium Economy Class im A380 machen. Ich bin positiv überrascht! Der Sitz ist bequem, hat ausreichend Abstand zum Vordermann und bietet vor allem im Airbus A380 viel Stauraum. Die Flugbegleiter waren sehr freundlich, das Essen und der Service gut. Minuspunkte gibt es für den Bildschirm, der bei ungünstiger Lichteinstrahlung nicht mehr viel anzeigt und dafür das es nur vier Toiletten für die Economy und Premium Economy Class gibt. Bei den aktuellen Angeboten für 500-700 € in der World Traveller Plus zu fliegen, kann ich auf jeden Fall empfehlen.

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