Revier: Lufthansa Boeing 747-8 Business Class nach Johannesburg 

Zwei Flüge mit Austrian Airlines in der Business Class liegen nun hinter uns. Angekommen in „der“ Lufthansa Senator Lounge schlechthin, suchen wir uns einen freien Tisch. Was zu dieser frühen Zeit am Abend auch problemlos klappt. Für das kleine Herzmädchen gibt es ein paar Wiener und Brötchen. Wir Mami und Papi  einfach nur etwas zu trinken. Wir suchen uns am Ende der Lounge ein ruhiges Plätzchen und vertreiben die letzten Stunden bis zum Abflug. Eva bekommt ihr Wolle-Seide Outfit für den bevorstehenden Nachtflug verpasst und ich stecke sie in die Manduca und laufe mit ihr über den Flughafen, in der Hoffnung das die kleinen Augen zu gehen – aber denkste.

Lufthansa Boeing 747-8 Business Class  – Boarding

Wir machen uns dann etwas früher auf zum Gate, denn der Weg ist zum einen sehr lang und zum anderen müssen wir noch unseren Kindersitz loswerden, was problemlos klappt. Mit etwas Verspätung beginnt dann das Boarding nach Johannesburg. Gemeinsam mit den vielen anderen Familien steigen wir ein und laufen nach betreten unserer Boeing 747-8 die Treppe nach oben. Wir nehmen in der vorletzten Reihe auf der linken Seite platz und werden gleich freundlich begrüßt und gefragt, ob wir Hilfe benötigen. Für Eva gibt es wieder ein kleines Geschenk und für die Eltern den Welcome Drink. Wegen der vielen Ablagemöglichkeiten liebe ich die Plätze im Oberdeck. Mittlerweile haben auch die anderen Passagiere ihre Plätze eingenommen und wir bekommen noch den Loop Belt für das Kind. Heute ist auf dem Flug Full House. Der Pushback erfolgt und wir rollen in Richtung Südbahn, noch bevor wir diese erreichen, schläft das Häschen schon.

Lufthansa Boeing 747-8 Business Class  – Der Flug

Wir befinden uns im Steigflug mit Kurs gen Süden. Kurz bevor das Licht in der Kabine wieder angeschaltet wird, setzten wir Eva ganz behutsam die Schlafbrille aus dem Amenity Kit auf, damit sie in Ruhe weiter schlafen kann. Für unseren Bereich ist eine frisch gebackene Flugbegleiterin zuständig, die noch das Trainee Zeichen trägt. Sie macht aber einen guten Job und ist stets um unser Wohl bemüht :-). Nach unserem Aperitif (Champagner Pieper Heidseck für Lia und einem Bombay Gin Tonic für mich) essen wir immer versetzt, sodass ich erst Lia füttere und dann selber essen kann. Das Roastbeef als Vorspeise enttäuscht, der Mozzarella war okay. Der Hauptgang mit den Garnelen und Gnocchi sowie der Rigatoni mit mediterranen Gemüse passt. Für das Dessert ist aber kein Platz mehr. Ich schau noch meinen Film zu Ende und lege mich dann wie meine beiden Mädels schlafen.

Ein paar Stunden später quäkt es neben mir, Eva hat Durst. Nur finden wir die verdammte Trinkflasche nicht mehr. Der Sitz hat sie scheinbar verschluckt, aber auch auf dem Boden herumkriechen und mit dem Handy leuchten führt nicht zum gewünschten Erfolg. Es gibt einen Schluck aus der Wasserflasche, die in der Sitztasche liegt. Dann schnappe ich mir das Häschen und wir sind machen es uns zu zweit nebeneinander auf dem „Bett“ gemütlich. Fragt nicht wie, aber irgendwie klappt es, dass wir beide genug platz haben und lange schlafen können. Über dem Kongo geht die Sonne auf und es dauert nicht mehr lange bis der Kaffeeduft das Frühstück in der Kabine einleitet.

Lufthansa hat an alles gedacht – denn praktischerweise kann das kleine Mädchen auf dem Ottomane gegenüber Platz nehmen und sich genüsslich vom Frühstückstablett bedienen :-). Es gibt Rührei und dazu Wurst, Käse, Marmelade und Brötchen nach Wahl. Nach dem Essen schauen wir uns noch einen kurzen Kinderfilm an. Parallel beginnt der Sinkflug auf den Flughafen von Johannesburg.

Unser Jumbo Jet

Unser Jumbo Jet

Einreisedrama in Südafrika

Wir packen unsere Sachen und laufen als letzte vom Upperdeck nach unten. Die Trinkflasche haben wir beim aufräumen auch jetzt nicht gefunden. Den Richtungsschildern folgend kommen wir relativ schnell zur Einreise und kommen ohne langes warten an den Schalter. Dort legen wir die Pässe hin und warten nur noch auf das klacken des Stempels. Doch irgendwie bleibt das aus, stattdessen werden wir nach der Geburtsurkunde gefragt. Dann läuft es uns eiskalt den Rücken runter….denn die liegt in unserer Wohnung auf dem Küchentisch, in Deutschland, 11.000 km von hier entfernt. Wir versuchen es zu erklären und als Antwort kommt prompt: „Dann können Sie nicht einreisen! Haben Sie vielleicht was anderes?“ Wir erklären, dass wir noch Dokumente wie Versicherungskarte in unserem Koffer haben. Für mich gibts den Stempel und hole den Koffer vom Gepäckband. Ich hole das gelbe Buch raus und wir zeigen die Krankenkarte und das Geburtsheft. Der Grenzbeamte hinter der Scheibe überlegt und nickt. Wir bekommen die Stempel, mit der Voraussetzung das wir bei Ausreise die Geburtsurkunde vorzeigen. Uns fällt ein Stein vom Herzen! Mit den anderen Koffern und dem Sperrgepäck aus Kinderwagen und Kindersitz laufen wir ins Domestic Terminal und checken für unseren Flug nach Kapstadt ein.

Andere Beiträge aus unserer Reise nach Südafrika:

  1. Reisevorbereitung. Mit Kleinkind nach Südafrika
  2. Es geht los! Mit Lufthansa in Economy Class nach Sofia
  3. Destination Sofia: Ein Tag in der Bulgarischen Hauptstadt 
  4. Mit Austrian Airlines Business Class von Sofia über Wien nach Frankfurt 
  5. Mit Lufthansa Business Class von Frankfurt nach Johannesburg 
  6. Mit Comair von Johannesburg nach Kapstadt 
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9 Comments

  1. Tobias Schindegger

    19. Mai 2017 at 9:14

    Oh ich liebe Reise-Blogs. Ich schaue jetzt öfter vorbei.
    Liebe Grüße,
    Tobias 🙂

    1. Rob

      19. Mai 2017 at 11:00

      Das freut mich zu lesen Tobias! 🙂
      Herzliche Grüße Robert

  2. Elisa Zunder

    19. Mai 2017 at 11:14

    Wow, ein toller Blog! Klickt mich jetzt sicher öfter rein. Kann mir übrigens sehr gut vorstellen, was das für ein Schock bei der Einreise war. Glücklicherweise ist ja noch einmal alles glatt gelaufen.

    Liebste Grüße, Elisa
    http://www.elisazunder.de

  3. Denise

    19. Mai 2017 at 11:37

    Ach jedes Mal wenn ich euren Blog lese, klingt das Reisen mit Kind so leicht (abgesehen von den Einreiseschwierigkeiten und dem Trinkflaschenproblem ;D !). Da bekomm ich doch langsam Lust, dass wir auch unserer Kleinen einmal das Fliegen zeigen und hoffe einfach darauf, dass es auch so problemlos klappt 😀

    Viele Grüße
    Denise von
    http://www.lovefashionandlife.at

  4. Frank Tuchscheerer

    19. Mai 2017 at 12:51

    Oh ich möchte auch gern mal so Reisen, ehrlich…toller Post und schöne Bilder. Gefällt mir sehr gut.
    LG Frank

  5. Jil

    19. Mai 2017 at 14:47

    Kompliment für die tollen Aufnahmen! Sieht echt schön aus. Ich flieg ja immer Holzklasse, da bin ich froh, wenn das Entertainmentcenter funktionert ^^“ Mit der Einreise habt ihr echt nochmal Glück gehabt. So einen Fehler macht man zum Glück (meistens) nur einmal. Ich hoffe, ihr hattet einen tollen Urlaub!
    Liebe Grüße
    Jil

  6. Christian

    19. Mai 2017 at 19:19

    Schöne Aufnahmen! Freue mich, dass Eva die Fliegerei so gut gefällt. Wir sind auch auf den ersten Langstreckenflug mit unserem Sohn gespannt. Kurzstrecke fand er ja so spannend, dass er kein Auge zu machen wollte. 🙂

    Viele Grüße
    Christian von https://www.miles-around.de/

    1. Rob

      19. Mai 2017 at 20:10

      Ha ha 🙂 ist ja auch alles so spannend! Freut mich das es dir gefallen hat!
      Herzliche Grüße Rob

  7. Lena

    19. Mai 2017 at 21:45

    Hi Rob
    Oh, das war aber ein spannender Bericht mit tollen Bildern. Lufthansa gehört zu meinen absoluten Fluggesellschaften.
    Gerade für Langstreckenflüge ist natürlich die Business Class von Lufthansa toll. Schön, dass auch mit der Kleinen alles geklappt hat, war ja doch ein langer Flug.
    Alles Liebe Lena

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