Review: American Airlines Business Class Boeing 777-300ER

Es geht wieder zurück nach Oslo. Mit American Airlines in der neuen Business Class fliegen wir zuerst nach London-Heathrow. Von der Jamaica Station bringt uns der JFK Airport Train zum Terminal 8. Hier fliegen neben American Airlines auch Air Berlin und LATAM.

American Airlines Priority Check-in

Im Abflugbereich gibt es einen großen abgetrennten Bereich für Priority Gäste. Oneworld Sapphire, Emerald, Business Class und First Class checken hier ein und geben das Gepäck ab. Im Wartebereich stehen sehr bequeme Sessel. Das kenne ich bisher nur von Thai Airways in Bangkok (wobei diese noch am Counter stehen).

Hinter der Sicherheitskontrolle läuft man mehr oder weniger am Lounge-Eingang vorbei. Über einen Fahrstuhl gelangen wir in die Lounge. Business Class Gäste und Oneworld Sapphire gehen in den Admirals Club. Dank meines Topbonus Platin Status geht es für uns in die Flagship Lounge.

American Airlines Flagship Lounge

Bis zum Abflug haben wir noch eine Menge Zeit. Wie beziehen an der Fensterfront die letzten zwei freien Liegesessel. Ein Getränk mit Schirmchen in die Hand und den Blick auf das Vorfeld genießen, was will das Vielfliegerherz mehr? 🙂

Die Flagship Lounge ist relativ klein, hat aber ein gutes Angebot an Getränken, Snacks und Speisen. „First Class Lounge“ ist vielleicht dennoch ein wenig übertriebenen. Im Zuge der Renovierungsarbeiten wird sich aber Design und Qualität der Lounge deutlich verbessern. Bis es Anfang 2017 so weit ist, muss man sich noch ein wenig gedulden. Jetzt gibt es zum frühen Nachmittag frisch belegte Brötchen als kleinen Snack, gegen Abend dann eine Variation von warmen Gerichten. Aus reiner Neugier probiere ich ein paar Sachen durch. Die Qualität passt.

Es sind nur noch ein paar Minuten bis Boarding, aber genug Zeit um noch ein letztes Mal die Aussicht nach Manhattan zu genießen und in Ruhe auszutrinken. In weiter Ferne, am Cargo Apron, steht übrigens die Ed Force One von Iron Maiden.

American Airlines Business Class Boeing 777-300ER – Boarding

Wir laufen nur ein paar Schritte aus der Lounge bis zu unserem Gate. Dort reihen sich bereits die ersten Passagiere in einer Schlange an und warten das es los geht. Die First Class darf zuerst einsteigen, danach folgen wir. Unser Platz ist im größeren Teil der Business Class Kabine. Ich niste mich auf 7A für den bevorstehenden Nachtflug ein.

American Airlines Boeing 777-300ER N736AT

American Airlines Boeing 777-300ER N736AT

Wir werden freundlich empfangen. Als Aperitif steht das Übliche zur Auswahl: Wasser, Orangensaft und Champagner. Der Kapitän meldet sich über die Lautsprecher, dass sich unser Abflug wegen der günstigen Rückenwinde ein wenig nach hinten verschiebt. Da wir weit vor der geplanten Ankunftszeit in London ankommen würden und erst ab 6:00 Uhr Ortszeit gelandet werden darf, verbleiben wir noch am Gate. Also bleibt noch genug Zeit den hervorragenden Business Class Sitz unter die Lupe zu nehmen.

American Airlines Business Class Boeing 777-300ER – Der Sitz

Jeder Sitz hat durch die Reverse Herringbone Anordnung einen direkten Zugang zum Gang sowie ein Maximum an Privatsphäre und Platzangebot. Das ist nett, wenn man alleine unterwegs ist, jedoch schwierig, wenn Frau und Kind mit dabei sind.

Dennoch, dieser Sitz ist genial! Staufläche ist im großen Maß vorhanden und in einem kleinen Schrank hängen die Bose Active Noise Canceling Kopfhörer schon bereit. Eine kleine Flasche Wasser steht ebenfalls parat, was ich bei einem Nachtflug besonders gut finde. Der Sitz lässt neben den zwei vorinstallierten Stufen (Takeoff / Sleep) eine Vielfalt von Einstellmöglichkeiten zu und auch der Tisch kann je nach Bedarf in der Größe variiert werden.

Wenn Handy oder Laptop geladen werden müssen, kann man es problemlos an dem amerikanischen, europäischen und englischen Steckersystemen andocken. Ein USB-Anschluss ist auch zu finden. Mit der Fernbedienung kann das Inflight Entertainment einfach und logisch angesteuert werden. Die Reaktionszeit ist sehr gut.

American Airlines Business Class Boeing 777-300ER – Der Flug

Es beginnt der Pushback und unsere triple seven bahnt sich den Weg in Richtung Startbahn. Die massiven GE-90 heulen auf und sorgen für fulminanten Vortrieb. Die Piloten drehen links ab und wir steigen über Long Island auf unsere Reiseflughöhe und nehmen weiter Kurs auf Boston und Nord-Ost Kanada.

Draußen geht die Sonne langsam unter. Mein Sundowner ist Gin Tonic, passend dazu gibt’s warme Nüsse in einer Porzellanschale. Im Anschluss an den Aperitif wird das Essen serviert. American gibt, wie auch British Airways auf dem Hinflug, die Möglichkeit aus fünf verschiedenen Hauptgerichten online vor Check-in zu wählen.

American Airlines Business Class Boeing 777-300ER – Der Service

Als Vorspeise servierte American Airlines Thai Chicken an gegrillter Ananas und Wassermelone mit Minzdressing – ein sehr schönes Sommergericht. Sowie einen gemischten Salat mit Artischocken und gegrillten Tomaten, dazu Feta Käse. Der Hauptgang bestand aus einem Limonen Risotto, gedünsteten Heilbutt mit sautierten Tomaten-Fenchel und Brokkoli. Das Essen ist wirklich ein Gedicht, der Salat ist frisch und knackig, der Fisch saftig. Zum Dessert habe ich die Qual der Wahl: New York Chesecake oder Eis. Ich entscheide mich nach langem Zögern für das Eis. 🙂

Während des Abendessens läuft bei mir der Film Everest. WLAN war auf dem gesamten Flug verfügbar, genutzt habe ich es allerdings nicht. Beim Abräumen werde ich gefragt, ob ich vor der Landung noch ausgiebig frühstücken oder lieber so lang wie möglich schlafen möchte. Frühstücken klingt gut! Dann wird es Zeit zu sehen, ob der Sitz hält was er verspricht. Ich mache mir mein Bett für die Nacht. Mit den Ohrstöpseln aus dem Amenity Kit kann ich tatsächlich knapp drei Stunden gut schlafen.

American Airlines Business Class Frühstück

American Airlines Business Class Frühstück

Wir befinden uns mittlerweile über Irland und das Frühstück wird serviert. Auch hier durfte wieder gewählt werden. Ich entscheide mich für die Früchte mit Joghurt und Granola. Das bedeutet leider auch, dass wir gleich landen werden. Die Crew beginnt bereits mit dem Aufräumen.

London ist bereits in greifbarer Nähe, denn wir beginnen mit den Holdings. Wie der Kapitän versprochen hat, landen wir überpünktlich auf dem Flughafen London-Heathrow. Ein viel zu kurzer, toller Flug geht zu Ende!

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2 Comments

  1. Avaganza

    4. Mai 2017 at 23:09

    …ich fühle mich wie in meine Vergangenheit zurück versetzt 😉 … ich habe 7 Jahre lang neben meinem Studium als Flugbegleiterin gearbeitet. (Lauda-Air und Austrian Airlines) …ich war auch für die Business Class zuständig. Bei mir haben die Fluggäste sogar ein frisches Ei (Ham and Eggs ect.) bekommen … 😉

    Dein Blogpost ist sehr informativ geschrieben und macht Lust die Business Class auszuprobieren. Ich bin jetzt auch froh „Passagier“ zu sein und nicht mehr im Flieger arbeiten zu müssen.

    Liebe Grüße und schönen Abend!
    Verena

    1. Rob

      5. Mai 2017 at 20:57

      Oh Wow für Lauda Air 😀 leider konnte ich nie mit denen fliegen und finde es sehr schade, dass die Airline verschwunden ist! Freut mich, das es dir gefallen hat! Liebe Grüße Robert

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