Mit Scandinavian Airlines nach Chicago

Es ist Mittwoch – ein Tag vor dem Abflug. Rechtzeitig gehen meine noch relativ neuen BOSE Kopfhörer kaputt. Diese haben sich schon auf meiner Asien Reise bewehrt. Jedenfalls hat der linke Kopfhörer versagt. Ich habe mich in München schnell nach einem BOSE Geschäft umgesehen und wurde erst mit der Aussage geschockt, dass eine Reparatur zwei Wochen dauern wird. Aber der Verkäufer hat die Seriennummer ins System eingeben und mir dann ein Austauschgerät mitgegeben – zum Glück – die Reise ist gerettet!

Donnerstag. Es geht los! Endlich wieder Langstrecke. Mit dem Flughafen Bus geht’s von Freising aus in 15 Minuten zum Flughafen München. Dichter Nebel hüllt den Flughafen ein, vereinzelt schafft es die Sonne aber sich den Weg zu bahnen. Ich gebe mein Gepäck ab und lasse es bis nach Chicago labeln, so kann ich mir in Stockholm gleich die neue Bordkarte holen und brauch nicht den Koffer zu holen und wieder neu abzugeben. Jetzt erstmal frühstücken.

Tower Flughafen München

Tower Flughafen München

Lufthansa Senator Lounge

Halbe Stunde Zeit um in Ruhe zu frühstücken. Die Lounge an sich ist schon recht leer und es gibt einige freie Sitzplätze. Ich leg mich bei den Relax Sesseln ab und stell mir was vom Buffet zusammen. Orangensaft, Joghurt mit Obst, Tasse Kaffee und die hervorragenden Croissants – am besten sind sie ofenfrisch.

Um 9:00 Uhr ist Boarding und ich mache mich auf dem Weg zum Gate. Wenn man den Blick nach draußen schweifen lässt, dann kann man vor lauter Nebel nichts sehen. Nicht einmal das neue Satelliten Terminal lässt sich erkennen und so verwundert einem die Anzeige am Gate nicht, dass sich die Abflugzeit um eine Dreiviertel Stund, wegen verspäteter Ankunft des Fliegers, nach hinten verschiebt. Also gehts retour in die Lounge auf einen frisch gemahlen Kaffee von der Kaffee Bar. Dann folgt der zweite Versuch.

LH2414 / MUC-ARN / Airbus A321 / D-AIDO / 27F

Ich steige mit der Business Class ein und richte mich auf die bevorstehenden zwei Stunden Flug ein. Der Flieger ist zu zwei Drittel  gebucht, so hat nahe zu jeder in der Eco Seatblocking. Dann meldet sich der Kapitän aus dem Cockpit. Die Wettersituation führt dazu, dass unser Flugzeug enteist werden muss und unser Slot dafür erst in zwanzig Minuten beginnt.

Lufthansa Airbus A321 D-AIDO

Lufthansa Airbus A321 D-AIDO

Ich steige mit der Business Class ein und richte mich auf die bevorstehenden zwei Stunden Flug ein. Der Flieger ist zu zwei Drittel  gebucht, so hat nahe zu jeder in der Eco Seatblocking. Dann meldet sich der Kapitän aus dem Cockpit. Die Wettersituation führt dazu, dass unser Flugzeug enteist werden muss und unser Slot dafür erst in zwanzig Minuten beginnt.

Irgendwann gehts dann endlich los und wir reihen uns hinter noch anderen, wartenden Flugzeugen, zum enteisen an. Endlich sind wir an der Reihe und wir werden gleich zweimal mit unterschiedlichen Enteisungsmitteln besprüht. Spektakulär sieht es ja aus, wenn so ein Flieger enteist wird, jetzt muss es nur noch einwirken, dann rollen wir weiter an die Startbahn 26L. Es wird Vollgas gegeben und im nu heben wir ab. Innerhalb kürzester Zeit haben wir den Nebel überwunden und man kann das Spektakel von oben bestaunen. Wir drehen in einer Rechtskurve in Richtung Ostsee. Verspätung knapp 1,5h – verbleibende Flugzeit 2h.

Kurz vor erreichen der Reiseflughöhe beginnt auch schon der Service. Innerlich hatte ich mich schon auf eine Tüte Salzstangen abgefunden, wurde dann aber mit der Wahl zwischen einem Köln Müsli mit Joghurt oder einem Truthansalami Sandwich überrascht. Das Sandwich war gut und als Getränk habe ich mich klassisch für Wasser und Kaffee entschieden. Kurz darauf kam auch gleich nochmal eine zweite Runde. Als wir die Ostsee auf Höhe Stettin erreicht haben, hat sich nochmal der Kapitän aus dem Cockpit mit dem weiteren Flugverlauf gemeldet. Von jetzt an haben wir noch eine gute Stunde bis zur Landung in Stockholm Arlanda. Obwohl wir es erst Mittag haben, konnte man draußen gut beobachten wie langsam die Sonne untergeht.

Die Landung ist wackelig und hart. Als wir an unser Gate anrollen, wartet auch eine kleine Überraschung in Form einer Boeing 757 der Icelandair, mit der Nordlichter Sonderbemalung auf uns. Das Gepäck wird nun automatisch zum Flieger nach Chicago weitergeleitet. Ich brauche mich lediglich um die Bordkarte zu kümmern. Fälschlicherweise dachte ich, ohne mich aber auch informiert zu haben, dass sich die SAS Gold Lounge auch im F-Bereich befindet. Zwar habe ich dort die Eintrittskarte bekommen, aber um die Lounge zu gelangen, musste ich wieder den ganzen Weg zurück und mir eine weitere Sicherheitskontrolle gefallen lassen. Irgendwann habe ich es dann geschafft. Chris von miles-around.de muss nun nicht mehr auf mich warten und wir können zusammen Mittag essen. Gut das ich Puffer eingeplant hatte nun haben wir noch eine gute Stunde bis zum Boarding des Weiterfluges zeit.

SAS Gold Lounge Stockholm Arlanda

Ich kenne eine SAS Lounge bereits aus Kopenhagen und war von der Größe und dem Ambiente sehr angetan. Die in Arlanda ist sehr ähnlich. Großartig sind die vielen Sitzbereiche, die man auch im letzten Winkel findet. Es gibt ein gute Auswahl an Snacks, wie z.B eine Tagessuppe, viel Salat, ein warmes Gericht Käse und Knäckebrot. Die Getränkeauswahl ist auch okay. Neben den üblichen Softdrinks gibt es auch Tuborg und Heinecken Bier, Wein und auch ein paar Spirituosen.

Ich stelle mir ein kleines Mittagessen aus einer Instant Nudelsuppe, Nudel mit Pesto und getrockneten Tomaten, Salat und Käse mit Knäckebrot zusammen. Dazu gibts ein eiskaltes Tuborg Pilsener. Danach versuche ich noch bisschen die Lounge zu erkundigen und finde u.a Duschen und ein niedlich eingerichtete Kinderspielecke (das wird in den kommenden Jahren für mich sehr wichtig sein 🙂 ) Bevor wir dann weiter zum Gate laufen, rufe ich nochmal in der Heimat an und trinke noch in Ruhe eine Tasse Kaffee.

So, es ist 14:30 Uhr und wir laufen in Richtung Gate F66. Davor geht es noch durch die Passkontrolle, die schnellste die ich bisher erlebt habe. Unser Gate ist eines der letzten. Wir zeigen Reisepass und Ticket vor und schon sind wir im Wartebereich.

SK945 /ARN-ORD / Airbus A330-300E / 24A /                            LN-RKR / „Tore Viking“ / SAS Plus

Fünf Minuten nach geplanter Boarding Zeit beginnt das Einsteigen. Es werden zu erst die Gäste der Business Class gebeten einzusteigen. Aber wirklich kontrolliert hat es keiner. Wir schließen uns dem Aufruf mit an und besteigen den neuen Flieger. Ich kenne die alte Kabine noch von meinem Flug nach Washington, die jetzige macht einen sehr frischen, modernen Eindruck. So lange das einsteigen dauert schauen wir uns in der Kabine erstmal um. Ich hatte mich schon über eine Toilette mit Fenster gefreut, dann aber gemerkt, das die der Business Class zugeordnet wurde.

SAS Airbus A330-300 LN-RKN

SAS Airbus A330-300 LN-RKN

Der Sitz in SAS Plus

Gutes Polster, angenehme Breite, einen guter Abstand zum Vordersitz und  eine Fußstütze am Vordersitz gibts auch. Die eigene Kopfstütze lässt sich gut verstellen und gibt auch beim schlafen guten Seitenhalt. Der Screen ist schön groß, hat eine gute Auflösung  und ist reagiert leicht auf eingebe Befehle. Am Bildschirm gibt es auch die Möglichkeit eigene Geräte anzuschließen bzw. diese zu laden. Im Vergleich zur Comfort Class von Turkish Airlines, liegen dennoch  Welten dazwischen. Wir haben unser Upgrade über Option Town käuflich erworben. Wenn man will kann man aber auch am Flughafen nach einem Ad-Hoc Upgrade fragen, der Preis liegt bei $199 pro Strecke und Person.

Die Startvorbereitungen sind abgeschlossen und wir rollen los und starten in Richtung Süden. Dann drehen wir in Richtung Nordwesten und nehmen Kurs auf Island. Draußen begleitet uns der Sonnenuntergang.

Das Essen in SAS Plus

Als wir Norwegen erreichen beginnt dann der Erste Getränkeservice, ich nehme ein Gin Tonic und bekomme noch eine kleine Packung Nüsse dazu. Wenig später folgt der Hauptgang und man hat die Wahl zwischen Gegrilltem Hühnchen und mediterranen Gemüse sowie Pasta. Wir entscheiden uns beide für etwas fleischiges.  Die Qualität war für mein Empfinden sehr gut. Parallel wird das Entertainment Angebot getestet. Eine wirklich nette Angelegenheit ist das kostenlose WiFi (für Business Class und SAS Plus). Die Filmauswahl war okay, hätte aber etwas mehr Auswahl geben können, für waren recht viele auf Deutsch.

Nach dem Essen wird es Zeit sich ein wenig die Beine zu vertreten und mal einen Blick in den hinteren Teil der Kabine zu werfen. Das neue Design gefällt mir ausgesprochen gut und man kann an vielen Details erkennen, dass sich die Entwickler Gedanken gemacht haben. Die Auslastung in der Economy Class ist überschaubar, so können sich einigen über die mittlere, vierer Sitzbank ein wenig Business Class feeling in die Eco holen, in dem Sie sich ein Bett bauen.

Im Flug

Wir erreichen Grönland und es gibt die Chance, trotz Dämmerung,  etwas von dieser atemberaubenden Landschaft zu sehen.  Es wird sogar draußen wieder etwas heller.

Grönland geht gefühlt fast nahtlos in Neufundland über und dann sind es auch nur noch knapp zwei Stunden bin zur pünktlichen Landung in Chicago. Wir schauen uns noch einen zweiten Film an, währenddessen noch ein kleiner Snack, bestehend aus grünen und Kartoffelsalat sowie Kochschinken, serviert wird.

Irgendwann ist dann auch dunkel und wir beginnen noch vor erreichen des Lake Michigan den Sinkflug. Der Anflug erfolgt dann bei sehr guter Sicht, direkt an Downtown vorbei. Der Airbus wird beherzt auf der Bahn aufgesetzt und wir rollen eine kleine Ewigkeit bis zum Terminal 5.

Wir haben am Gate angedockt, jetzt folgt die Lieblingsdisziplin – die Einreise. An Chicago habe ich immer „besonders gute“ Erinnerungen was die Dauer angeht. Zum ersten Mal teste ich die APC (Automaten Passport Control) für ESTA reisende. Ich lege den Pass auf, scanne meine Fingerabdrücke und schaue in die Kamera für ein Bild. Soweit, so gut. Mein Zettel wird ausgedruckt und ein großes, schwarzes „X“ bedeutet, ich darf mich nochmal in der langen Schlange zu einer nachträglichen Befragung einreihen. Hier waren noch die Überreste aus einem Qatar Airways und Turkish Airlines Flug. Arabisch stämmige Menschen die kein oder kaum Englisch sprechen, das kann ja heiter werden. Aber nach einer halben Stunde warten bin ich letztlich auch an der Reihe und darf mich den Fragen des Officers stellen, dann habe ich es geschafft. Christian hat derweilen schon meinen Koffer mit eingesammelt.

Jetzt brauchen wir nur noch den Hotelshuttle zum Hilton Garden Inn – Chicago O’Hare, dann haben wir es geschafft.

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