Kopenhagen mit Boeing 717

Kleine Vorgeschichte

Kopenhagen ist immer eine Reise wert. Doch heute soll der Weg, was auch sonst, im Fokus stehen. Der eigentliche Grund ist nämlich die Boeing 717 und der CRJ900.  Flieger mit markantem T-Leitwerk werden in Europa immer seltener und wer weiß schon, wie lange es die Boeing 717 und Co. hier zu Lande noch geben wird.

Lufthansa Senator Lounge TXL

Mit dem 109er Bus geht’s es direkt vom Kurfürstendamm in guten 30 Minuten zum Flughafen. Ich habe noch ca. 1,5 Stunden Zeit, die ich mir gerne in der Senator Lounge bei ausgiebigen frühstücken vertreibe. Alle SAS Flüge werden von Terminal D aus abgefertigt, dementsprechend muss ich noch die Zeit und den Weg einplanen.

TXL-CPH / SK1674 / Boeing 717 / OH-BLP / 22A

Es sind noch 15 Minuten Zeit bis zum Boarding. Vom Gate aus habe ich schon mal einen tollen Blick auf das Flugzeug. Im Terminal D gefällt mir, das über das Vorfeld eingestiegen wird, so habe ich gleich die passende Gelegenheit so viele Fotos wie möglich zu machen.

Laut airfleets.net wurde diese 717 ursprünglich im November 2000 an Bangkok Airways ausgeliefert und fand Ihren Weg über Spanair im Dezember 2010 zur finnischen Blue1. Das Flugzeug selber ist nur zu ca. 30% ausgelastet, dementsprechend kann es auch schnell los gehen.

Der Start erfolgt in Richtung Westen über Spandau, dann in einer Rechtskurve in Richtung Nord-Osten. Die Triebwerke der Boeing 717 beschleunigen wirklich gut und haben einen sehr speziellen Sound. Wegen des diesigen Wetters dauert es sehr lange bis wir die dicke Wolkendecke überwunden haben und die Sonne sehen. Im Steigflug hat sich Eis an den Triebwerkseinlässen gebildet.

Da der Flug gerade Mal 45 Minuten dauert, ist der Service auch sehr kurz. Es gibt kostenlosen Kaffee, Tee oder Wasser. Snacks oder andere Getränke kann man kaufen.

Nach ca. 15 Minuten erreichen wir auch schon die Ostsee Küste und ich habe einen großartigen Blick aus dem Fenster. So nah am Triebwerk mit den Tragflächen, was will  man als Aviation Freak mehr?  🙂

Boeing 717 Wing View

Boeing 717 Wing View

Als wir die deutsche Ostsee Küste überfliegen, beginnt auch schon der Anflug auf den Flughafen Kopenhagen-Kastrup, vorbei an dänischen Inseln und der gigantischen Öresund Brücke folgt nördlich von der Insel Saltholm eine Linkskurve in den final Approach. Wenige Sekunden später landen wir die auf 22L.

Als alle Passagiere ausgestiegen sind, durfte ich dank der freundlichen Flugbegleiterin auch einen kurzen Blick in das Heck der Boeing 717 werfen. Im Notfall wird das Heck abgesprengt und die Passagiere können das Flugzeug über die Treppe verlassen. Einen Einstieg über das Heck, wie bei den MD-80/ MD-90 Flugzeugen gibt es hier leider nicht.

Zwei Stunden Kopenhagen

Die Wege am Flughafen Kopenhagen sind sehr kurz und man ist sehr schnell aus dem Terminal raus. Ich kaufe mir am Automaten ein Zugticket für 36 Kronen (ca. 4,80€) und fahre binnen 12 Minuten zum Hauptbahnhof. Eine Karte von Kopenhagen besorge ich mir in der nächst gelegenen Tourist Information. Am Tivoli und dem Rathaus vorbei, bahne ich mir den Weg zum Nyhavn.

Ich setzte mich für ein paar Minuten hin und genieße Kopenhagen, leider ist die Zeit kurz und somit trete ich auch schon die Rückreise zum Bahnhof an.

Ich komme um 13:25 am Bahnhof an und um 13:30 Uhr fährt der nächste Zug zum Flughafen – gutes Timing. Ich ziehe mir ein neues Ticket und schon sitze ich wieder im Zug. Der InterCity braucht sogar nur zehn Minuten. Von der Qualität der Züge kann sich die Deutsche Bahn eine Scheibe abschneiden. Die Sitze sind sehr bequem und alles ist sauber.

SAS Lounge Kopenhagen

Am Self Check-In ziehe ich mir die Bordkarte und laufe zur Sicherheitskontrolle. Als ich um die Ecke biege trifft mich der Schlag!Massen von Menschen – in einer Stunde ist Boarding und ich habe ernste Zweifel, das ich das Schaffe. Doch die Dänen arbeiten äußerst effektiv und nach nur zwanzig Minuten habe ich die Siko hinter mir. Leider gibt es den Fastfrack nur ab SAS Eurobonus Gold, nicht aber für andere Star Alliance Gold Karteninhaber. Es bleibt also doch noch etwas Zeit die SAS Lounge zu nutzen

SAS Lounge Kopenhagen

SAS Lounge Kopenhagen

Der Ruf der Skandinavier nach hohem Designanspruch setzt sich in der Lounge fort. Ähnlich wie bei der CIP Lounge von Turkisch Airlines, ist auch die SAS Lounge sehr großzügig im Platzangebot. Über zwei Etagen kann man sich verschiedene Orte suchen um etwas zu essen, zu trinken, zu abreiten oder zu relaxen. Bei den Speißen konnte man zwischen Suppe, verschieden Salaten, Knäckebroten und Käse wählen. Das Getränkeangebot kann sich auch sehen lassen, außer das die Auswahl an Spirituosen gering war.

CPH-TXL / SK679 / CRJ-900 / OY-KFC / „Bertil Viking“ / 21F

Von der Lounge laufe ich in knappen zehn Minuten zum Flugsteig B. Wenige Minuten später startet auch schon das Boarding. Über eine Betontreppe geht es auf das Vorfeld zu unserem CRJ. Bis alle Passagiere Ihren  Platz gefunden haben, dauert es eine Weile. Die Kiste ist rappel voll.

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Wir starten in Gegenrichtung von heute Morgen auf der 04R und fliegen über den Öresund in Richtung deutsche Ostseeküste. Auf den Getränkeserivce wird verzichtet, es werden nur Lindor Kugeln von Lindt gereicht. Wahrscheinlich ist es zeitlich einfach nicht machbar.  So schnell wie wir gestartet sind, beginnen wir auch schon wieder den Anflug auf Tegel.

Sehr pünktlich rollen wir an unser Gate. Mit dem Bus werden wir zurück zum Terminal gefahren. Der kleine Trip nach Kopenhagen ist zu Ende und ich hatte die Gelegenheit zwei geniale Flugzeuge zu erleben. Ich lass mich überraschen, welche Idee als nächstes kommt. 🙂

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2 Comments

  1. Avaganza

    6. Juni 2017 at 19:31

    Wir fliegen dieses Wochenende nach Kopenhagen :-)! Dachte zuerst in dem Beitrag geht es nur um Kopenhagen … aber du warst ja nur ganz kurz dort. Trotzdem habe ich schon erste Eindrücke gewonnen. Bin schon gespannt ob es mir gefällt.

    Liebe Grüße und schönen Abend!
    Verena

    1. Rob

      8. Juni 2017 at 14:45

      🙂 Hier war eindeutig Fliegen das Ziel 🙂 Aber Kopenhagen ist wirklich eine tolle Stadt, ich hoffe dir gefällt es!
      Liebe Grüße Rob

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