Einmal Mad Dog und zurück

Ästhetisch gesehen ist meiner Meinung nach die McDonell Douglas MD-80 ein wunderschönes Flugzeug. Leider nicht mehr ganz auf Höhe der Zeit und wird wohl bald von der Bildfläche verschwinden. Allein American Airlines reduziert ihre Flotte pro Woche um ein Flugzeug und ersetzt es entweder durch Boeing oder Airbus. Also wird es Zeit sich passende Flüge raus zu suchen. Ab Chicago gibt es nur noch eine Hand voll Strecken die bedient werden, u.a. Chicago-Dallas. Ab Dallas ist die Auswahl deutlich größer.

Ich hab den Flug für den 13.12. als Roundtrip gebucht, mein Sitz für den Hinflug natürlich am Triebwerk ganz hinten, für den Rückflug gibt es den Platz vor der Tragfläche in „Main Rabin Extra“.

Check-In im Terminal 3

Es geht los! Am Morgen fährt mich Chris mit unserem Silvercar zum O’Hare. Im Hotel gab es vorher noch ein ausgiebiges Frühstück, schließlich sind die Lounges in Amerika nicht für ihr üppiges Angebot bekannt. Ich hole mir am Check-In Automaten noch fix die Bordkarten und dann geht es auch schon durch die Security. Überrascht hat mich, das das Handgepäck gar nicht groß kontrolliert wurde und der Laptop im Rucksack bleiben. Gürtel und Schuhe durften anbehalten werden.

Bevor es in den Admirals Club geht, muss ich erstmal eine Runde durch den Flugsteig laufen und fotografieren was geht, wenn man nur Lufthansa und Air Berlin gewöhnt ist, dann ist das hier eine tolle Abwechslung!

American Airlines Admirals Club – Chicago O’Hare

Admirals Club – das transportiert schon eine gewisse Erwartung an die Lounge. Zugegebener Maßen habe ich vom Karotten und Käsewürfel Paradies nicht viel erwartet und werde somit auch nicht enttäuscht als es beim Check-In nur einen Gutschein für ein Getränk wird. Dafür ist die Sicht einfach großartig und ich sichere mir einen Platz in einem bequemen Sessel mit Blick auf das Vorfeld. Der Admirals Club ist riesig und es gibt massig Sitzgelegenheiten, ein Familienzimmer, eine Bar, Büros und einen Konferenzraum.

Boarding

Es wird zeit sich auf dem Weg zum Gate zu machen. Von K15 bringt mich die N501AA nach Dallas – hier ist der Weg heute das Ziel!  Gute 26,5 Jahre, ist der liebevoll genannte „Mad Dog“ ,alt. Der Erstflug war 01.09.1989 (Quelle airfleets.net) Der polierte Rumpf ist einfach der Hammer!

ORD-DFW / AA1336 / McDonnell Douglas MD-82 / N501AA        / 29F

Ich bin mit einer der Ersten an Bord und bin sehr von den Platzverhältnissen überrascht. Die Sitze sind extrem bequem und die individuell verstellbare Kopfstütze sind sehr komfortabel. Ich bin erleichtert das das mit dem Sitzplatz so gut geklappt hat, denn so ein Blick ins Triebwerk hat schon was 🙂

Wir starten mit dem Push back überpünktlich und rollen in Richtung Startbahn. Nach dem Start eines anderen Flugzeugs, rollen wir sofort auf die Bahn und es geht ohne zu zögern mit vollen Schub los. Die Triebwerke brüllen los und ich bekomme Gänsehaut 🙂 . Nur wenige Meter über den Boden geht es mit einer herzhaften Rechtskurve raus aus O’Hare. Nun liegen gute zwei Stunden Flug vor mir.

Die Besatzung ist fest in Männer Hand. Nach erreichen der Resieflughöhe geht es auch mit dem Service los. Ein voller Becher mit Eiswürfel und dazu ein Ginger Ale, runden für den kurzen Trip ab. Der Blick aus dem Fenster ist leider etwas trostlos, bis auf Flügel und Triebwerk gibt es leider von der Landschaft nichts zu sehen. Erst vor Dallas lockert der Himmel auf.

Anflug auf Dallas Fort Worth

American Airlines Admirals Club – Dallas Fort Worth

Willkommen in der Heimat von American Airlines! Während des aussteigen versuche ich einen Blick ins Cockpit zu werfen, was aber leider schon verschlossen ist. Einen Versuch habe ich ja noch auf dem Rückflug. Der Weg führt mich direkt in den Admirals Club, der in der Größe Chicago nochmal eins drauf setzt. Zum Mittag gibt es eine Tomatensuppe. Dann wechsel ich meinen Platz und lasse mich im Business Center nieder – hier kann man in aller Ruhe in die Heimat facetimen.

Drei Stunden gehen schnell rum und ich laufe zum Gate für meinem Rückflug nach Chicago. Das Boarding verzögert sich um eine halbe Stunde wegen eines technischen Problems. Doch aus einer halben Stunde wird eine, zwei, drei und dann vier Stunden. Die Zeit überbrücke ich mit Planespotting und weiteren Besuchen in der Lounge. Leider musste Christian in Chicago entsprechend länger warten.

DFW-ORD / AA1091 / McDonell Douglas MD-82 / N471AA / 11A

American Airlines N471AA MD-82

American Airlines N471AA MD-82

Irgendwann gehen auch vier Stunden ungeplanter Aufenthalt in Dallas zu Ende. Der Technische Defekt konnte an unserem Flugzeug nicht behoben werden, es wurde auf einen anderern Flieger umdisponiert. Es heisst dann neues Gate, neues Glück.

Für den Rückflug nach Chicago habe ich mir in der Main Cabin Extra einen Platz in der elften Reihe, auf der linken Seite reserviert. Der Sitzabstand ist noch größer als er ohnehin schon in den normalen Reihen war und durch die zweier Sitze hatte ich richtig schön Platz. Der Flug war gut gebucht und witziger Weise saß in der ersten Eco Reihe auch ein Texaner mit passendem Hut 🙂

Ich nehme Abschied von Dallas und wir fliegen nach dem Start in einer Linkskurve über Downtown. Die Sicht ist klar und man sehr gut die Stadt sehen. Der Service war an sich unspektakulär. Es gibt eine Coke mit Eis, aber ohne Dose – reicht auch. Für wenige Minuten kann ich auch die Augen zu machen.

Bevor es in den Anflug auf den Flughafen Chicago O’Hare geht, drehen wir ein paar Holdings. Das Wetter ist über den Tag nicht besser geworden, es regnet stark und die Sicht ist schlecht. Erst wenige Meter vor dem Boden kann man Häuser uns Straßen erkennen. Der Landescheinwerfer sieht wie das Schwert von Luke Skywalker aus.

Wir setzten sicher auf, aber der Weg zum Gate dauert eine Ewigkeit! Beim aussteigen kann ich noch ein Bild von dem „Uhrenladen“ machen 🙂 Bevor ich das Terminal in Richtung Ausgang verlasse, habe ich noch einmal die Gelegenheit einen Blick auf den Flieger zu werfen. Das Alter von 27 Jahren ( Erstflug 01.08.1988 Quelle airfleets.net) sieht man Ihr gar nicht an.

 

 

 

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